Quantifizierung des Systemwerts von Großbatteriespeichern jenseits reiner Markterlöse: Netzstabilisierung, Redispatch-Vermeidung, Momentanreserve-Bereitstellung und Schwarzstartfähigkeit. Volkswirtschaftlicher Nutzen vs. einzelwirtschaftliche Monetarisierbarkeit.
Systemdienlichkeit umfasst: Frequenzhaltung (Momentanreserve, Primärregelung), Spannungshaltung (Blindleistung), Engpassmanagement (lokaler Redispatch-Ersatz), Schwarzstartfähigkeit, Netzwiederaufbau. Quantifizierter Systemwert: 15–30 EUR/kW/a für Momentanreserve, 20–50 EUR/kW/a für Redispatch-Vermeidung — derzeit nicht vollständig vergütet.
Vergütungslücke: Systemdienlichkeit ist volkswirtschaftlich wertvoll, aber nicht vollständig monetarisierbar. Politische Unsicherheit über neue Vergütungsprodukte. Technische Anforderungen (Grid-Forming-Inverter) noch nicht für alle BESS-Konfigurationen erfüllbar.
VDE-AR-N 4110/4120 (Technische Anschlussregeln), SO GL (System Operation Guideline), EU EB GL (Balancing Guideline), TransmissionCode 2007 (50Hertz, Amprion, TenneT, TransnetBW), Entwurf Grid-Forming-Anforderungen.
Netzsimulation (PowerFactory, PSS/E) für Stabilitätsbeiträge. Marktsimulation für Redispatch-Vermeidungspotential. Kosten-Nutzen-Analyse nach wohlfahrtsökonomischer Methodik. Vergleich BESS vs. Netzausbau.
Fehlende Vergütungsmechanismen für identifizierte Systemwerte. Grid-Forming-Fähigkeit nicht bei allen BESS-Herstellern verfügbar. Quantifizierung der Momentanreserve methodisch komplex und umstritten. Netzmodelle vereinfachen lokale Effekte.
Investoren: Upside-Potenzial durch zukünftige Vergütungsprodukte. Versicherer: Bewertung der Systemrelevanz für Ausfallszenarien. Betreiber: Positionierung für zukünftige Marktprodukte und Genehmigungsargumentation.
Die Neon/Consentec-Studie quantifiziert den Systembeitrag von Großbatteriespeichern: Netzstabilität, Redispatch-Vermeidung, Momentanreserve. Methodisch anspruchsvoll und politisch essenziell.
Stärkt Argumentation für zusätzliche Vergütungsmechanismen. Investoren können Upside-Potenzial durch neue Systemdienstleistungs-Produkte integrieren — als Upside-Szenario.
Für Gutachten im Genehmigungsverfahren hochrelevant: Systemdienlichkeits-Argumentation unterstützt positive Bewertung in BImSchG-Verfahren und kommunalen Genehmigungsprozessen.
Systemdienlichkeit derzeit nicht vollständig monetarisierbar. Politische Unsicherheit über zukünftige Vergütungsmechanismen.
Zentrale Studie für regulatorische Diskussion: BESS-spezifische Vergütung, Kapazitätsmarkt, Momentanreserve-Vergütung, Redispatch-3.0-Integration.
EN-Gutachter bewertet die Studie als politisch bedeutsam und fachlich fundiert. Systemdienstleistungs-Erlöse als Sensitivitäts-Szenario darstellen, nicht als Base Case.
Letzte Aktualisierung: 20. Mai 2026