Photovoltaik-Gutachten

Detaillierte technische Prüfung von PV-Anlagen jeder Größe — von der Dachanlage bis zur gewerblichen Freiflächenanlage. Wir identifizieren Installationsfehler, Ertragsminderungen und Sicherheitsrisiken nach aktuellen DIN VDE Normen.

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Ertragsgutachten

Analyse der tatsächlichen Erträge im Vergleich zur Planung. Identifikation von Ertragsminderungen durch Verschattung, Moduldefekte oder Wechselrichterprobleme.

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Thermografie-Untersuchung

Infrarot-Messung zur Erkennung von Hot-Spots, Zelldefekten und Verbindungsproblemen. Drohnengestützte Befliegung für großflächige Anlagen.

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Mängelanalyse nach DIN VDE

Systematische Prüfung nach DIN VDE 0100-712 und weiteren einschlägigen Normen. Dokumentation aller Mängel mit Fotodokumentation.

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Abnahmeprüfungen

Prüfung von Neuanlagen vor der Inbetriebnahme. Sicherstellung der normgerechten Ausführung und Vollständigkeit der Dokumentation.

Prüfmethoden PV-Gutachten — Detektionsfähigkeiten

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IR-Thermografie

Drohne
  • Hotspots (ΔT > 10K)
  • Bypass-Dioden-Fehler
  • Substrings inaktiv

→ schnell, großflächig

Auflösung 0,05K · Radiometrische IR-Kamera · Flughöhe 20–40m

Thermografie ist die erste Stufe jeder PV-Inspektion. Innerhalb von Minuten werden ganze Modulfelder erfasst. Auffällige Module werden für die Detailanalyse markiert.

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Elektrolumineszenz

Nachtmessung
  • Zellrisse (Mikro)
  • PID-Degradation
  • Lötstellen-Defekte

→ höchste Detailauflösung

InGaAs-Sensor · Rückwärtsbestromung · Dunkelkammer-Aufnahme

EL macht Defekte sichtbar, die mit keiner anderen Methode erkennbar sind — Mikrorisse ab 10 µm, inaktive Zellbereiche und schleichende PID-Schäden werden zellengenau dokumentiert.

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IV-Kennlinie

Quantitativ
  • Degradation (Pmpp)
  • String-Mismatch
  • Serienwiderstand ↑

→ quantitative Aussage

DIN EN IEC 60891 · STC-Rückrechnung · Soll/Ist-Vergleich

Die einzige Methode, die exakte Leistungswerte in kW liefert. Soll/Ist-Abweichungen werden normgerecht quantifiziert — die Grundlage für Gewährleistungsansprüche und Schadensberechnung.

Isolationsmessung

Sicherheit
  • Erdschluss (Riso)
  • Feuchteeintritt
  • Kabeldefekte

→ sicherheitsrelevant

1000V DC Prüfspannung · DIN VDE 0100-600 · Riso > 1 MΩ

Sicherheitskritische Prüfung: Erkennt Isolationsfehler, die zu Lichtbogenbildung und Bränden führen können. Pflichtmessung bei jeder Abnahme und Wiederholungsprüfung.

Methode anklicken für Details

Was wir prüfen

PV-Module und Zelldefekte
Wechselrichter und Einspeiseleistung
Unterkonstruktion und Montage
DC-Verkabelung und Steckverbinder
AC-seitige Installation
Blitz- und Überspannungsschutz
Einspeisezähler und Monitoring
Dacheindeckung und Abdichtung
Brandschutzmaßnahmen

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Fachliche Vertiefung — Auf einen Blick

Unsere TÜV-zertifizierten Photovoltaik-Sachverständigen erstellen gerichtsfeste Gutachten für PV-Anlagen jeder Größe — von der Dachanlage bis zum Solarpark. Ertragsgutachten, Schadensanalysen, Abnahmeprüfungen und Wertgutachten nach DIN VDE, bundesweit.

Eine Auswahl häufig gestellter Fragen

Wie funktioniert eine Photovoltaikanlage?

Eine PV-Anlage wandelt Sonnenlicht mittels Solarzellen direkt in elektrischen Strom um. Die Solarzellen bestehen aus Halbleitermaterialien (meist Silizium), in denen durch den photovoltaischen Effekt bei Lichteinfall Ladungsträger freigesetzt werden. Der erzeugte Gleichstrom wird durch einen Wechselrichter in netzkonformen Wechselstrom umgewandelt und kann ins öffentliche Netz eingespeist oder direkt verbraucht werden.

Welche Modultypen gibt es und worin unterscheiden sie sich?

Die drei Haupttypen sind monokristalline, polykristalline und Dünnschichtmodule. Monokristalline Module haben den höchsten Wirkungsgrad (20–24 %) und benötigen weniger Fläche, sind aber teurer in der Herstellung. Polykristalline Module liegen bei 15–20 % Wirkungsgrad und sind etwas günstiger. Dünnschichtmodule haben den niedrigsten Wirkungsgrad (6–13 %), sind aber flexibel einsetzbar und performen besser bei diffusem Licht und hohen Temperaturen.

Was bedeutet kWp und wie unterscheidet sich dieser Wert von der tatsächlichen Leistung?

kWp (Kilowatt Peak) bezeichnet die Nennleistung eines PV-Moduls unter standardisierten Testbedingungen (STC: 1.000 W/m² Einstrahlung, 25 °C Zelltemperatur, AM 1,5). In der Praxis wird diese Leistung selten erreicht, da reale Bedingungen von den STC abweichen. Der tatsächliche Ertrag hängt von Standort, Ausrichtung, Verschattung, Temperatur und Systemverlusten ab.

Wie hoch ist der spezifische Ertrag einer PV-Anlage in Deutschland?

In Deutschland liegt der spezifische Jahresertrag je nach Standort und Anlagenqualität zwischen ca. 850 und 1.100 kWh/kWp. Süddeutschland erreicht tendenziell höhere Werte als der Norden. Eine gut geplante und gewartete Anlage in Süddeutschland kann durchaus 1.000–1.100 kWh/kWp pro Jahr erzielen.

Wie lange ist die Lebensdauer einer PV-Anlage?

Die technische Lebensdauer einer PV-Anlage beträgt mindestens 25–30 Jahre, viele Anlagen sind auch nach 30+ Jahren noch funktionsfähig. Die Modulhersteller geben in der Regel eine Leistungsgarantie von 25–30 Jahren, wonach die Module noch mindestens 80–87 % der Nennleistung erbringen sollen. Wechselrichter haben eine kürzere Lebensdauer von ca. 10–15 Jahren und müssen im Anlagenleben in der Regel einmal getauscht werden.

Welche Dachausrichtung und Neigung sind optimal?

Optimal ist eine Südausrichtung mit einer Neigung von ca. 30–35° in Deutschland. Abweichungen nach Südost oder Südwest führen nur zu geringen Ertragseinbußen (ca. 5 %). Ost-West-Ausrichtungen mit flacher Neigung sind bei Eigenverbrauchsoptimierung sogar vorteilhaft, da die Erzeugung gleichmäßiger über den Tag verteilt wird. Reine Nordausrichtungen sind wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Wie wird die richtige Anlagengröße bestimmt?

Die Anlagengröße richtet sich nach der verfügbaren Dachfläche, dem Stromverbrauch, dem gewünschten Eigenverbrauchsanteil und dem Budget. Seit der Novellierung des EEG und dem Wegfall der 70-%-Regelung für Neuanlagen wird empfohlen, die verfügbare Dachfläche möglichst vollständig zu belegen. Für Eigenheime sind Anlagen zwischen 5 und 15 kWp üblich, für Gewerbebetriebe und Mehrfamilienhäuser deutlich größer.

Was muss bei der Verschattungsanalyse beachtet werden?

Verschattung durch Bäume, Nachbargebäude, Schornsteine, Antennen oder andere Aufbauten muss sorgfältig analysiert werden. Bereits eine Teilverschattung einzelner Zellen kann bei konventionell verschalteten Modulen die Leistung des gesamten Strings erheblich reduzieren. Moderne Moduloptimierung (Halbzellen-Technologie, Moduloptimierer, Mikrowechselrichter) kann Verschattungsverluste deutlich reduzieren. Eine professionelle Verschattungsanalyse berücksichtigt den Sonnenverlauf über das gesamte Jahr.

Wann ist ein Stromspeicher wirtschaftlich sinnvoll?

Ein Stromspeicher ist wirtschaftlich sinnvoll, wenn die Differenz zwischen Strombezugskosten und Einspeisevergütung groß genug ist und der Eigenverbrauchsanteil dadurch signifikant gesteigert werden kann. Bei aktuellen Strompreisen und Speicherkosten kann sich ein Speicher rechnen, wenn er den Eigenverbrauch von typischerweise 30 % auf 60–80 % steigert. Die Wirtschaftlichkeit hängt stark vom individuellen Lastprofil, der Speichergröße und den Anschaffungskosten ab.

Welche statischen Anforderungen muss das Dach für eine PV-Anlage erfüllen?

Das Dach muss das zusätzliche Gewicht der PV-Anlage (ca. 10–15 kg/m² bei Aufdachanlagen, bis zu 25 kg/m² bei Flachdachsystemen mit Ballastierung) sowie Wind- und Schneelasten tragen können. Bei älteren Gebäuden oder grenzwertiger Statik ist ein statischer Nachweis durch einen Tragwerksplaner erforderlich. Besondere Aufmerksamkeit gilt durchdrungenen Dachabdichtungen und der Befestigung der Unterkonstruktion.

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Zuletzt aktualisiert: 2026-05-20