Der State of Charge (SoC) beschreibt den aktuellen Ladezustand einer Batterie als Prozentwert der verfügbaren Nennkapazität. Ein SoC von 100% bedeutet vollgeladen, 0% bedeutet vollständig entladen.
Das BMS ermittelt den SoC über mehrere Methoden: Coulomb-Counting (Strommessung über die Zeit), Spannungsbasierte Schätzung (OCV-Kurve), Kalman-Filter-Algorithmen und impedanzbasierte Verfahren. Die Genauigkeit der SoC-Bestimmung ist entscheidend für den sicheren und effizienten Betrieb.
Bei Schadensfällen und Leistungsbewertungen ist der historische SoC-Verlauf ein zentraler Beweis. Dauerhafter Betrieb bei extremen SoC-Werten (>90% oder <10%) beschleunigt die Degradation erheblich. EN-Gutachter analysiert SoC-Protokolle im Rahmen von Kapazitäts- und Lebensdauerbewertungen.
Für maximale Lebensdauer sollte der SoC zwischen 20% und 80% gehalten werden. Dauerhafter Betrieb bei SoC >90% oder <10% beschleunigt die kalendarische Alterung durch erhöhte Elektrodenstress. Bei LFP-Zellen ist das Fenster etwas toleranter als bei NMC.
SOC-Fehlkalibrierung: 340 Heimspeicher mit Tiefentladungsschaden
Realer anonymisierter Untersuchungsfall mit Messwerten, Zeitablauf und wirtschaftlicher Bewertung.